Die Erfindung DER Ostdeutschen

Disclaimer: Ich äusserte mich lange nicht mehr so gern direkt zu diesem Thema, meine Bücher und Aufsätze zwischen 2000 und 2006 sollten reichen, dachte ich einmal. Erst globalgeschichtliche Themen, dann Public History und vor allem der Digital Change waren seitdem meine Schwerpunkte; es ist mühsam, als einer der wenigen heutigen Geschichtsprofessor_innen mit DDR-Sozialisation in allen möglichen Diskursen auf eben darauf festgelegt zu werden. Dabei könnte das Unterstellungsspiel immer auch reziprok verlaufen, oder? Aber so läuft es eben nie. Also, ich heute bin ich heute, das alles liegt lang zurück.

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Chladni, Francke, mein Grossvater und ich

Was haben wir der protestantischen Theologie und Ihrem Sola-Scriptura-Prinzip doch zu verdanken! Nicht nur die epochale Entdeckung des Sehe-Punkts (1), auch, und weiter denkend, die Einsicht darin, dass die persönliche Disposition des Lesenden dessen Verständnis der Lektüre lenkt, hemmt oder fördert. Hermeneutik simply. So zumindest wird bei flüchtiger Beschäftigung oder eiliger didaktischer Zurichtung jeder Dozierende hören lassen, der im stumpf blickenden Vorlesungssaal seine Effekte braucht. Ich habe das vor Jahren auch so gemacht.

Inzwischen macht es mich bei Texten grundsätzlich misstrauisch, wenn die grosse Innovation posaunt wird, weil die doch in allen mir bekannten Fällen nur auf der Müdigkeit beruht, sich und andere seiner unbewussten (bestenfalls!) Referenzen zu versichern.

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Generation 1,5

Was haben dieser SZ-Artikel, Karl der Grosse, Spinoza, die Russen und eine indische Ordinaria miteinander zu tun?

„Die Übersiedlung nach Deutschland war für viele eine Entscheidung für ein Land, in dem sie endlich nicht mehr fremd sein würden. Stattdessen wurden sie gerade erst in Deutschland zu Russen, die Klischees bedienten. Durch eine Fremdzuschreibung als Russen habe bei vielen jugendlichen Russlanddeutschen eine Russifizierung stattgefunden, so Panagiotidis.“
http://www.sueddeutsche.de/…/russlanddeutsche-doppelte-frem…

Daran möchte ich gern zwei Gedanken anknüpfen.

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„Zivilisation“ spielen

Lesen Sie bitte die Verpackungsbeilage!

Sturmfrei. Mein „Gretchen“ ausser Haus.27858675_1820279631603507_7849908221278974264_n
Hatte mich deshalb heute Nacht bis zum Morgengrauen, ganze 9 Stunden, einer, sagen wir, pflichtschuldigen Immersion in #civ6 Sid Meier’s Civilization verschrieben.
Konnte dabei vergleichen mit Erfahrungen von vor ca 25 Jahren: Floppy disc, 386er, Abschlussarbeitsprokrastination.

Ich habe, wie es sich gehört, Kontinente exploriert, diverse Städte gegründet, Verteidigung organisiert, Barbaren gekillt, Diplomatie und Handel gepflegt, F&E-Strategien entwickelt, Theater und Museen errichtet und natürlich Geschichtsschreibung veranlasst und auch die Entwicklung des Tourismus nicht vernachlässigt etc. pp. Noch nicht gelungen ist mit die Implementierung eines Privatblogprivatfeuilletons im Spiel. Es ist eben doch keine Realität!

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Auch eine Weihnachtsgeschichte, vereinsamt und neu befremdet in den Kopf …

… gekommen bei einer evangelischen Andacht in St Reinoldi, zusammen mit Familie und Freunden, um mich herum besinnliche Weihnachtslieder, mit leichter Inbrunst gesungen, schöne Akkordeonbegleitung; dann gesprächsweise ausgeschrieben, via Weihnachtsmarktglühwein, Vor-dem Shop-Warten, U-Bahn und Sofaecke. Twitter eben. 

(leicht redigiert)

– Ziemlich verrückte Sache, dieses Christentum.

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A harbinger of a memory-cultural drift in Germany or proof of continuity?

The informative book by Marco Zerwas on the history of the Deutsches Eck in Koblenz (2015) has as a narrative perspective & vanishing point the strange and seemingly untimely rebuilding of the Kaiser Wilhelm Memorial at Deutsches Eck in 1992. In addition, he is always able to show the importance of tourism and trade motives.

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