Beziehungsabbrüche sind die Pest der modernen vereinseitigten Selbstgeltungsvorstellung. Das hypertrophe ICH.
Save your kisses for me
Beziehungsabbrüche sind die Pest der modernen vereinseitigten Selbstgeltungsvorstellung. Das hypertrophe ICH.
Die Sozialen Medien entwickeln sich mit dem Fortschreiten der Zeit notwendigerweise auch zu digitalen Friedhöfen. Walls werden zu neuartigen Grabsteinen. An die verstorbenen Friends werden wir durch aufpoppende automatische Geburtstagsfeatures erinnert, solange es dieses Programm geben wird. Wenn niemand mehr lebt, die oder der diejenigen noch kennen konnte, an die erinnert werden soll, dann entsteht so etwas wie ein System wechselseitiger leerlaufender Erinnerungen, ein hohles Gefäss der Pietät, in dem nur noch digitale Geister spuken.
1986. Wenn es finster wurde, die müden Strassenlaternen funzelten und die Feuchtigkeit des Tages zu Eis kristallisierte, sodass die Schritte auf den Betongussfeldern, die etwas zwischen Strassen und Weg bildeten, aber auch auf den alten Reichsautobahnen in Bretterrahmen bis zum Aushärten gegossen wurden, gleichsam als performativ erfahrbare Sprunginnovation (hätte man diesen Begriff damals doch nur schon gekannt, welche Kantinenlachsalven unter den witzsüchtigen Werktätigen!), nun … ich komme vom Thema ab …
Nachgedacht (20.11.18): Es gibt doch eine „Stunde Null“, und zwar insofern man individuell auf Null gesetzt, nullifiziert werden kann, durch die sogenannten Umstände. Das würde ich übrigens als das Migrantische begreifen, als den grossen Unterschied zum Autochthonen.
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Eigentlich wollte ich auf Nachfrage heute nur rasch einen frühen Text von mir online stellen, der trotz seines etwas abgelegenen Publikationsortes offenbar in Hochschulseminaren noch immer seine Verwendung findet. Das wäre eine Erleichterung. Einmal online, teilt man auch den Link, to whom Ethikdidaktik may concern. Auf Twitter ist das rasch gemacht, auf Facebook … fängt man doch an, den Text etwas vorzustellen. Ja, und dann weitet sich das aus. Bevor ich also etwas zum Aufsatz sagen kann, musste noch mehr gesagt werden …
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Das aktuelle Heft 834 des Merkur. Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken widmet sich dem Schwerpunktthema „Heimat“. Ein paar mehr Erläuterungen und Informationen dazu hier: http://www.gesellschaftswissenschaften-phfhnw.ch/neue-heimatgeschichte/
Aus drucktechnischen und ökonomischen Gründen war es selbstverständlich nicht möglich, alle Bildquellen im Heft zu drucken, die ich dort gerne gehabt hätte. Auch der Grösse und der Abbildungsqualität mussten Grenzen gesetzt sein. Deshalb, und das ist der Anlass dieses Postings, möchte ich gerne das Originalmaterial hier noch nachliefern.
Das Konvolut seines Tagebuchs/seiner frischen Erinnerungen (1946) und einiger seiner historischer Briefe ist ein Hammer.
Ich musste nochmals zurück nach Italien.
Cividale, nicht nur wegen der lupenreinen Renaissancebauten incl. Palladio, vor allem wegen dieses „Volkes“ von vielleicht 100‘000 Personen, das Mitte des 6. Jahrhunderts, ursprünglich wohl zu grossen Teilen von der Mittelelbe kommend, in diversen Migrationskonflikten andere Kulturen und „Ethnien“ aufnehmend, über den bequemen Robič-Pass nach Norditalien strömte, über den zuvor und danach so viele zunächst fremde Anderskulturige meist feindlich gekommen sind, und dort ein Königreich errichtete, dessen Idee weit über die 200 Jahre hinaus bestand hatte, in denen seine Obrigkeit direkt Herrschaft auszuüben vermochte.
Der Legende nach soll Dante Alighieri
von diesem Weg und Ort zur Gestaltung des Beginns seiner Göttlichen Komödie inspiriert worden sein.
Legende!